Arbeitsstipendium/Ausstellung

Museu do Trabalho, Porto Alegre/Brasilien

(gefördert durch das Goethe Institut Brasilien)

Porto Alegre, die Stadt des Weltsozialforums und des Bürgerhaushalts, war immer schon eine sehr politische Stadt. In Porto Alegre, einer in wirtschaftlicher und kultureller Hinsicht stark von der deutschen Einwanderung geprägten Stadt, war die Druckgraphik eins der wichtigsten und lebendigsten künstlerischen Ausdrucksmittel. Von hier ging mit der Gründung der Künstlergruppe »Clube de Gravura« in den 1950er Jahren ein entscheidender Impuls mit landesweiter  Strahlkraft aus. Der »Clube de Gravura de Porto Alegre« hatte sich zum Ziel gesetzt, die Produktion von Druckgraphik zu fördern und junge Künstler auszubilden. Er trug entscheidend zur Wertschätzung der Druckgraphik bei. Zunächst als »Clube dos Amigos da Gravura« von Carlos Scliar und Vasco Prado gegründet, schlossen sich bald wichtige Künstler wie Glênio Bianchetti, Danúbio Gonçalves, Glauco Rodrigues u.a. an. Der Club bestand zwar nur sechs Jahre, hatte aber eine nationale Vorbildfunktion, so dass sich in der Folge etliche Druckclubs in ganz Brasilien, in Uruguay und sogar in Portugal gründeten.

 




Heute hat die Druckgraphik in Rio Grande do Sul zwar nicht mehr diesen sozialen Impetus wie in den 50er Jahren, aber sie hat nicht an Bedeutung verloren. Es gibt allein in der Stadt Porto Alegre vier Druckateliers.
Vor diesem Hintergrund hat das Goethe-Institut Porto Alegre das Projekt »The Power of Printmaking« konzipiert, das an die vorhandenen Traditionen anknüpfen und aktuelle Tendenzen und Initiativen mit Entwicklungen in Deutschland in einen fruchtbaren Austausch bringen soll.
Teil des Projektes ist die Einladung eines/einer deutschen Künstlers/in zu einem vierwöchigen Arbeitsaufenthalt in Porto Alegre.

Die Druckgraphik, die hier entsteht, soll eingehen in eine große Ausstellung zeitgenössischer Druckgraphik aus Deutschland, Portugal und Brasilien, die wir 2018 in Berlin eröffnen wollen und die anschließend auch in Lissabon, São Paulo und Porto Alegre zu sehen ist.


Auktion

Benefiz-Kunstauktion in Kooperation mit Sotheby’s


Der Katalog zur Benefiz-Auktion in Kooperation mit Sotheby's, den Rotary International Clubs Wien-West und Rotary Vienna International zugunsten des Umbaus (#mehrRaum) des Caritas Socialis Hospiz Rennweg ist fertig und kann als PDF eingesehen werden.
Es können auch bereits schriftliche Gebote platziert werden.

Auktion

15.10.2017, 19:00 Uhr

Ausstellung/Vorbesichtigung der Werke

ab 19.09.2017, 10:00 - 19:00 Uhr

Ort

Novomatic Forum, Friedrichstraße 7, 1010 Wien

171015

Veranstaltung in der Ausstellung

Swantje Lichtenstein – Sound Writing
›cuterkant & istenlistening & zitterzwitter‹


Freitag, 15.09.2017, 19 Uhr
Galerie Pankow, Breite Straße 8, 13187 Berlin

Swantje Lichtenstein – cuterkant & istenlistening & zitterzwitter Sound writings verstehen sich als soundbasierte, poetische Texte, deren Ausgangsbasis Audioaufnahmen von Sätzen und Worten bilden. Diese werden elektroakustisch bearbeitet, verfremdet und verändert. Sie stellen die Konzepte für Kompositionen dar, in denen beides, Sinn und Klang, eine wichtige Rolle spielen. Die Sprachstücke cuterkant & listenlistening & zitterzwitter basieren auf dem Sound der Sprache, sie nutzen die Materialität und Farbvielfalt der Sprache, um neue transmediale, performative, textuelle Gebilde entstehen lassen, die sich klanglich zu amorphen Collagen verbinden und als Text-Sound-Live-Improvisation aufführbar werden. Die Sprache wird also klanglich und der Klang textuell erweitert, woraus sich eine zeitgenössische, konzeptuelle Sprachkunst entwickeln kann.

Swantje Lichtenstein (geboren 1970 in Tübingen) arbeitet als Performancekünstlerin vorrangig mit Sprache und Sound. Bei ihren poetischen Performances spielt der konzeptuelle und elektroakustische Umgang mit Sprache eine wichtige Rolle. Lichtenstein hat seit 2007 eine Professur für Text und Ästhetische Praxis an der Hochschule Düsseldorf inne und unterrichtet an der Musikhochschule Düsseldorf und am Institut für Sprachkunst an der Universität für angewandte Kunst, Wien. Sie performte weltweit an verschiedenen Orten und auf diversen Festivals, u. a. non event/Boston, Issue Project Room, New York, Stadtgarten, Köln, Haus der Poesie, Berlin, Lyrikkabinett, München, Alte Schmiede, Wien, Perform Sound Festival, Köln. 2013 gründete sie das Cosmosmose-Festival für Performancepoesie und Verbophonie (mit M. Matter), das in Köln (2013), Düsseldorf (2015) und Karlsruhe (2017) stattfand. Sie kollaboriert mit diversen Künstler/innen und arbeitet übersetzend theoretisch, transmedial und transdisziplinär zwischen den Künsten.

170915

Ausstellung

150 Jahre Verein der Berliner Künstlerinnen 1867 e.V., Teil 3

Unter der Schirmherrschaft von Prof. Monika Grütters MdB,
Staatsministerin für Kultur und Medien
Eröffnung, 07.09.2017, 19 Uhr
alte feuerwache > projektraum, Marchlewskistr. 6, 10243 Berlin

Einführung

Dr. Claudia Beelitz, Kuratorin der Ausstellung

Ausstellung

08.09. – 13.10.2017
Di - Do 11 - 19 Uhr und Fr – So 12 - 20 Uhr.



Ausstellung

Re: privat

Zeichnungen und Druckgrafik von Hanna Hennenkemper
Eröffnung, 05.09.2017, 19 Uhr
Galerie Pankow, Breite Straße 8, 13187 Berlin

Es spricht Ludwig Seyfarth, Kunstkritiker und Kurator, Berlin

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.

Freitag, 15.9.2017, 19 Uhr

Swantje Lichtenstein - Sound Writing
›cuterkant & istenlistening & zitterzwitter‹

Donnerstag, 19.10.2017, 19 Uhr

Künstlergespräch und
Präsentation des Kataloges zur Ausstellung

Ausstellung

06.09. – 05.11.2017
Di - Fr 12 - 20 Uhr und Sa und So 14 - 20 Uhr.

Die Zeichnungen und Druckgrafiken der Künstlerin Hanna Hennenkemper erscheinen in ihrer klaren Formensprache sinnlich präsent und nahezu plakativ. Auf inhaltlicher Ebene zeigen sich die dargestellten Dinge jedoch ambivalent, als widerstünden sie jedem Begehren nach eindeutiger Lesbarkeit oder Festlegung. Sie zeichnet Alltagsgegenstände – eine Zange, einen Bleistiftanspitzer, Wandhaken – deren Funktionalität und glatte Oberfläche banaler nicht sein könnten. Auf subtile Art und Weise schafft sie es durch die Betonung der Körperlichkeit dieser Bildgegenstände und in dem sie diese über die Umrisslinien hinaus mit feinsten Linien weiter schreibt, deren Bedeutung zu verändern und den oberflächlichen Blick wie mit einem Widerhaken einzufangen, zu irritieren.
In neueren Arbeiten, in welchen sie mit musealen Objekten und deren zeichnerischer Darstellung arbeitet, steht daher der Umgang mit Praktiken der Geschichtsschreibung im Vordergrund. Die Zeichnung ist dann eine Darstellungs- und Dokumentationsform, die den Rekurs auf das Unterbewusste wahrt und offenlegt, welches sich unentwegt über unsere Rezeption von Geschichte und den Gegenständen ihrer Überlieferung legt.

Die Zeichnungen Hennenkemper’s berühren so den blinden Fleck einer jeden Darstellung und Überlieferung. In diesem Sinne sind ihre (Auf)Zeichnungen vor allem eines: …radikal privat.
170905

Ausstellung

DRAWING PERFORMANCE

Abstraction from Germany and the United States
23.06. – 29.07.2017
Galerie Inga Kondeyne, Carmerstraße 10, 10623 Berlin

mit Arbeiten von

Fecht, Hennenkemper, Klenz, Nakahara, Regin, Sievers, Taffelt, Von Loeper, Walker, Wiegmann, Sprecher Sontheimer, Roden, Dobbins And Degges, Bockelman

A drawing is an event site. Drawing Performance explores the rhythm and routine of defining boundary, tracing movement or picturing thought. Visually humble, there is a formal directness to much of the work in this exhibition. In fact, the attitude of some drawings parallels absent minded actions carried out when bored or preoccupied, such as doodling while talking on the phone or re–tracing one’s signature to get it just right. Additionally, the media in this exhibition is purposefully expansive and includes ball–point pen, dance, video, as well as the use of tracing paper and other readymade, printed material. Three basic concepts serve as an organizing structure for this project; these are surface, activity and registration.
James Bockelman, May 2017
170623

Einzelausstellung

›wieder holen‹

04.03. – 05.05.2017
Sepp Maiers 2raumwohnung, Langhansstr.19, 13086 Berlin

170304

Ausstellung

Geradewohl

Abstrakte Zeichnungen
24.02 – 23.03.2017
Toolbox Galerie, Koloniestraße 120, 13359 Berlin-Wedding

mit Arbeiten von

Alex Lebus, Alexander Klenz, Andreas Koletzki, Anna Leonhardt, Arne Schreiber, Barbara Hindahl, Elisabeth Rosenthal, Florian Japp, Hanna Hennenkemper, Ilona Kálnoky, Kazuki Nakahara, Lawrence Power, Nadine Fecht, Stefan Vogel, Stig Baumgartner, Yasmin Alt

kuratiert von Alexander Klenz 
170224

Ausstellung

drawing performance II

Marxhausen Art Gallery/Museum, Concordia University/Nebraska/USA

Artists featured include

Kazuki Nakahara, Alex Klenz, Hanna Hennenkemper, Nadine Fecht, Hammlett Dobbinns, James Bockelman, Flora Wiegmann, Frank H. Taffelt, Jered Sprecher, Matthew Sontheimer, Carston Sievers, Johannes Regin, and Steve Roden.
170122

Ausstellung

drawing performance I

Tugboat Gallery in Lincoln/USA

Artists included from Berlin

Carsten Sievers, Nadine Fecht, Alexander Klenz, Hanna Hennenkemper, Johannes Regin, Kabuki Nakahara, Frank H. Taffelt

From the United States

Hamlett Dobbins, Flora Wiegmann, Jered Sprecher, Steve Roden, Matthew Sontheimer, James Bockelman
161104

Ausstellung

Alles Zeichnung? Alles paletti?

Galerie Inga Kondeyne
28.05.2016 – 19.07.2016

Nadine Fecht
Hanna Hennenkemper
Jana Troschke
Tomoko Mori

Galerie Inga Kondeyne - Raum für Zeichnung

Carmerstraße 10, 10623 Berlin (am Savignyplatz)
T +49 30 6156634 | M 0176 50257727
Öffnungszeiten Di-Fr 13-18 Uhr, Sa 12-17 Uhr

www.galeriekondeyne.de
160527

Ausstellung

Wie naiv.


Eröffnung: 12.02.2016
Memhardstraße 2, 2. Stock 10178 Berlin

Und wo du bist, sei alles, immer kindlich, So bist du alles, bist unüberwindlich.

Mit Arbeiten von:
Martin Eder, Heiner Franzen, Paris Giachoustidis, Philip Grözinger, Hanna Hennenkemper, Susi Hinz, Lisa Holmgren, Jana Jedermann, Julian Künert, Martin Remus und Anthea Schaap.

Kuratiert von Sarah Lüttchen und Fritz Poppenberg
HERZ & HAMMER BERLIN

Zwei unerforschte Räume am Alex, zwei Kuratoren. Wir gehen intuitiv ran und wollen entdecken. Was uns verbindet: ein Gefühl, ein Gespür. Wir sind die Connaisseurs der Naivität.

Die Künstler: im Studium und in der Karriere, unentdeckt, renommiert. Naiv. Naiv?
160212

Veranstaltungsreihe/Kooperationsprojekt

skills

im Spannungsfeld zeitgenössischer Kunst- und Kulturproduktion

Eine veränderte künstlerische Praxis bringt veränderte skills hervor.
Mit dem Begriff skills werden technische Fertigkeiten verstanden, und nicht allein das Handwerk wie im deutschen Sprachgebrauch. Sind künstlerische Fähigkeiten abhandengekommen und welche neuen haben sich entwickelt? Was müssen Künstler können? Was sind Wechselwirkungen einer veränderten Lehrpraxis und dem dadurch hervorgebrachten Künstler/Innenbild ? Welche skills kanalisieren welche Diskurse?

Kooperation der Weißensee Kunsthochschule Berlin, der Akademie der Künste Berlin, dem Kupferstichkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin und dem DFG-Transferprojekt „Evidenz ausstellen“/FU Berlin

Termine

06.–8.11.2015
Blockseminar/Gutshof Sauen
Über den Umgang mit Fähigkeiten und Fertigkeiten in der bildenden Kunst von 1900 - heute/vom DeSkilling zum ReSkilling
Leitung: Prof. Dr. Miriam Goller, Hanna Hennenkemper

17.11.2015
Lecture Performance SKILLS (1)/Akademie der Künste
W. Kentridge im Gespräch mit Dr. A. Lammert, Prof. Dr. K. Ebeling, H. Hennenkemper und Dr. A. Schalhorn

18.11.2015
Workshop/Weißensee Kunsthochschule Berlin
mit W. Kentridge, Prof. Dr. K. Ebeling, H. Hennenkemper

08.12. 2015
Lecture Performance SKILLS (2)/Akademie der Künste
J. Herzog und F. Teja Bach im Gespräch mit Dr. A. Lammert

09.12.2015
Workshop/Weißensee Kunsthochschule Berlin
Jacques Herzog und Friedrich Teja Bach, Prof. Dr. K. Ebeling, H. Hennenkemper

Programm der Akademie der Künste Berlin (PDF)

Konzeption

Akademie der Künste:
Prof. Dr. Robert Kudielka, Dr. PD Angela Lammert
Kunsthochschule Berlin Weißensee:
Prof. Dr. Knut Ebeling, Hanna Hennenkemper
1511

Austtellungsrundgang/Künstlerinnengespräch

Im Rahmen der Ausstellung

Marianne Werefkin Preis - Ausstellung der Nominierten


mit Isa Melsheimer, Ina Bierstedt und Hanna Hennenkemper findet am 02.08.2015 ein Austtellungsrundgang und ein Künstlerinnengespräch mit der Kuratorin Dr. Birgit Möckel statt.

HAUS am KLEISTPARK

Grunewaldstr. 6/7, 10823 Berlin
noch bis 9.8.2015, Di bis So 11 - 18 h, Eintritt frei
www.hausamkleistpark.de
150802

Veröffentlichung

TAGESSPIEGEL – Mehr Berlin

DIE KUNST

Schiffbrüchig. Gezeichnet mit Bunt- und Aquarellstiften auf einem Papierbogen von 76 × 56 Zentimetern Größe, hat Hanna Hennenkempers Arbeit „Heilsgewalt“ im Original annähernd die Maße einer realen Schwimmweste. In einer Zeit, in der flüchtende Menschen zu Tausenden im Mittelmeer ertrinken, weckt das Motiv trotz sommerlicher Farbigkeit existenzielle Assoziationen. „Bei genauem Hinsehen legen sich die Halspolster der Weste fast wie Zangen um die für den Hals vorgesehene Öffnung, der Reißverschluss ist eine Naht oder Narbe vor der Leere“, sagt die Künstlerin über ihr 2011 entstandenes Bild. Das Rettungsversprechen, das die Schwimmweste einerseits ausstrahlt, bekommt bei ihr eine abgründige zweite Ebene: Der Titel verweist auf theologische Heilslehren und auf die oft mit ihnen einhergehende Gewalt. Und stellt die über aktuelle Ereignisse hinausgehende Frage, ob Rettung möglich ist. Was ist das eigentlich, Rettung?

DIE KÜNSTLERIN

Hanna Hennenkemper, 1974 in Flensburg geboren, studierte an den Kunsthochschulen in Kiel und Berlin-Weißensee Zeichnung und Druckgrafik. Bis heute sind Radierungen und feine Buntstift- und Graphitzeichnungen ihr bevorzugtes Medium. Die mal gegenständlichen, mal amorphen Studien sind stets Unikate. 2010 trat Hennenkemper eine Gastprofessur für zeitgenössische Zeichnung und Druckgrafik in Weißensee an. Aktuell sind Arbeiten von ihr in der Galerie Inga Kondeyne zu sehen (Carmerstr. 10, Charlottenburg) – und im Haus am Kleistpark im Rahmen der Ausstellung zum Marianne-Werefkin-Preis (bis 9.8., Grunewaldstr. 6, Schöneberg). Am Sonntag, 2.8., um 17 Uhr findet dort ein Rundgang statt, bei dem auch Hanna Hennenkemper als Nominierte anwesend ist.

TAGESSPIEGEL – Mehr Berlin (PDF)
150801

Ausstellung

GEMISCHTES DOPPEL

Galerie Inga Kondeyne,
20. Juli – 20. August 2015

Hanna Hennenkemper
Una H. Moehrke
Kazuki Nakahara
Carsten Sievers

Galerie Inga Kondeyne - Raum für Zeichnung

Carmerstraße 10, 10623 Berlin (am Savignyplatz)
T +49 30 6156634 | M 0176 50257727
Öffnungszeiten Di-Fr 13-18 Uhr, Sa 12-17 Uhr

150720

Veröffentlichung

Denkzeichen LXXX

Hanna Hennenkemper, 11. Mai 2015
RED HOUSE PAINTING (EINE FRAGE DER AUSLEGUNG)

Das Denkzeichen. Vollelektronische Kolumne für Zeitgeist
und Realitätszuwachs.

der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz/Berlin

https://twitter.com/Volksbuehne/status/598129462929133569
150511

Ausstellung

Knotenpunkt Zeichnung


Eröffnung zum galery weekend/Berlin,
01. Mai 2015

Galerie Inga Kondeyne - Raum für Zeichnung

Carmerstraße 10, 10623 Berlin (am Savignyplatz)
T +49 30 6156634 | M 0176 50257727
Öffnungszeiten Di-Fr 13-18 Uhr, Sa 12-17 Uhr

150501

Vortrag

RECORD - RELEASE

Grafik als Verfahren der Aufzeichnung

Lucerne University of Applied Science and Arts,
24.04.2015

Walter Benjamin schrieb über Marcel Proust, dieser sei ein ›Ausgräber par excellence‹ gewesen. Proust sei „…lebenslang darauf aus gewesen (…) Verflossenes, gesättigt mit allen Reminiszenzen, die während seines Verweilens im Unbewussten in seine Poren gedrungen waren, ans Licht zu heben.” (BB 133)

Wie aber geschieht dieses Aufnehmen und Entlassen/Wiedergeben des Aufgenommenen?
Und wie verspuren sich die Verfahren der Aufzeichnung in das Wiedergegebene - wie also gebärdet sich das gewählte Verfahren der Aufzeichnung in der Gestalt eines Erzählers …?
Im Vortrag werden verschiedene künstlerische Positionen vorgestellt, die auf unterschiedlichste Weise sich mit Verfahren des „Abdruckes“, der „Spur“ und einer Idee von „Zeugenschaft“ auseinandersetzen.
150424

Workshop

Begegnung und Werden

Druckgrafik-Workshop zu einem Kompositionsbegriff

Lucerne University of Applied Sciences and Arts
Projektmodul: „Druckgrafik - die Entdeckung der Langsamkeit“,
22.04.2015

In Anlehnung an einen Text des Philosophen Wilhelm Rosskam über die Begriffe „Begegnung und Werden“ bei G. Deleuze begann der Workshop mit einem kurzen Referat zu diesem Aufsatz und seinen wesentlichen Themen, die in ihrer Aktualität und in Bezug auf das aktuelle Kunstgeschehen hinterfragt wurden.
Deleuzes Vorstellungen zu einer Form von „Begegnung“ nachzuvollziehen und entlang eines in der Zeichnung und Malerei üblichen Kompositionsbegriffes zu überprüfen, war Anlass für diesen Workshop.
150422

Ausstellung

Die Linie ist eine Linie ist eine Linie – Positionen der Zeichnung


Galerie Pankow, Berlin
Eröffnung: 22. Juli 2014

mit Sheila Barcik, Irina Baschlakow, Anke Becker, Laura Bruce, Claudia Busching, Kerstin Grimm, Hanna Hennenkemper, Sabine Herrmann, Veronike Hinsberg, Nanne Meyer, Bettina Munk, Juliane Laitzsch, Pia Linz, Inken Reinert, Chiyoko Szlavnics, Jorinde Voigt

Von jeher zählt das Zeichnen als Ritual, als Versuch des Erkundens der Welt und dessen Visualisierung zu unserer Kulturgeschichte. Spätestens mit der Verwissenschaftlichung unserer Gesellschaften wurde die Zeichnung in den Dienst der Erkenntnis gestellt. Möglicherweise hat sich diese Funktion der Zeichnung – wie die jedes anderen Mediums auch – in dem Sinne erschöpft, dass Weltbeschreibung, so präzise auch realisiert, nicht zwangsläufig Weltbeherrschung bedeuten kann. Doch bei der Frage, wie die Welt auch sein kann, bewahrt die Zeichnung ihre Brisanz, um bei der Frage, wie die Welt sein könnte, ihr unabgegoltenes utopisches Moment freizusetzen. So behauptet die Zeichnung ihr in alle Richtungen offenes Existenzrecht gerade in jenen Situationen, in denen die fest verfassten Strukturen unseres rationalen Denkens und konventionellen Sprechens an Grenzen geraten.

Die Zeichnung ist Spur einer Verwandlung innerer und äußerer Welten in sinnlich wie mental multivalent Erfahrenes und Erfahrbares. Mit jeder – aus der Hand eines Kindes oder der Hand aller, die sich das Staunen bewahren – entstehenden Linie beginnt dieses Fragen und Sagen, Zweifeln und Hoffen von neuem. Jenseits wie diesseits der Technisierung unserer Kommunikationsmittel wusste sich die Zeichnung zu behaupten und – gerade im künstlerischen Kontext – neue Wege, Pfade, Linien zu bewandern.

Davon geben in der Ausstellung Eine Linie ist eine Linie ist eine Linie ist eine Linie 15 Berliner Künstlerinnen Zeugnis, in deren Werk die Zeichnung einen eigenständigen Schwerpunkt bildet und deren künstlerische Praxis von narrativen Strukturen über abstraktes Formenvokabular bis hin zur Zeichnung im Raum, im Film oder als Notation reicht. Dass es sich ausschließlich um zeichnerische Positionen von Künstlerinnen handelt, soll nicht das Monopol der Zeichnung auf Weiblichkeit als Fragilität (Alan Badiou) behaupten. Bergen nicht gerade das unleugbar Fragile und das Ephemere eine ungeheure Kraft in sich? Diese ars dialectica realisiert sich in der spannungsvollen Bewegung der Linie, die in jeder Zeichnung mit neuer Stimme zu uns spricht, so, wie es Richard Serra einst formulierte: „Drawing is another kind of language.“
140722

Ausstellung

PROOF IT

Druckgrafik im Spannungsfeld zeitgenössischer Kunst

Städtische Galerie/Museum Schloss Wolfsburg,
12.04.-31-08.2014

mit Christiane Baumgartner, Andrea Büttner, Johannes Heidenpeter, Hanna Hennenkemper, Katrin von Maltzahn, Christian Pilz, Roland Schappert, Maximilian Thiel, Timm Ulrichs, Michael Wutz

Seit jeher stellt die druckgrafische Sammlung der Städtischen Galerie ein wichtiges Standbein dar. Mit ihrem großen Bestand an unterschiedlichsten Druckmedien dokumentiert dieser Sammlungsbereich auf einzigartige Weise auch die Entwicklung, die die Druckgrafik in den letzten 100 Jahren genommen hat. Die vielfältigen Metamorphosen, die die Kunst selbst seit dem 20. Jahrhundert vollzogen hat, werden in besonderer Weise auch durch diese druckgrafischen Erzeugnisse dokumentiert. Ob die Druckgrafik aktuell wieder eine größere Verwandlung vollzieht, eine Renaissance erfährt oder aber einen neuerlichen Verfall erlebt, ist keineswegs entschieden. Mit der im Schloss Wolfsburg angesiedelten Druckwerkstatt verfügt das Museum selbst über einen traditionsreichen Ort der Kunstproduktion. Seit über 50 Jahren bietet die Druckwerkstatt Künstlerinnen und Künstlern die Möglichkeit, auf Einladung ihr künstlerisches Werk an diesem historischen Ort weiterzuentwickeln und zu erproben. Viele der in dieser Gruppenausstellung gezeigten künstlerischen Positionen regen an, diese umfangreiche Diskussion weiterzuführen. Einige waren zu Gast in der Druckwerkstatt, neue Gäste sind dazu gekommen und halten damit den künstlerischen und produktiven Diskurs am Laufen.

https://www.youtube.com/watch?v=KqNz7cDG8VM
140412